Chronik

Von 1924 bis Kriegsende 1945gruendungsfoto 1924

Im Oktober 1924 gründet Josef Scheinast, gemeinsam mit Anton Lixl und Johann und Gottlieb Dirnhammer die Musikkapelle. Mit den bescheidenen Mitteln der damaligen Zeit werden erste Instrumente angekauft, die Noten werden von Nachbarkapellen abgeschrieben.

Bei der Fahnenweihe des Kriegervereins 1926 rückt die Musikkapelle bereits mit 10 Mann aus. Die Musiker beherrschen 13 Märsche und ein kleines Potpourri.

Durch den Anschluss des Kriegervereins und Getreidesammlungen in der Hager und in Hochfeld verbessert sich die finanzielle Situation bedeutend. Es werden weitere Instrumente gekauft und 1935 werden einheitliche Uniformen geschneidert, außerdem rückt erstmals eine Marketenderin gemeinsam mit der 18 Mann starken Musikkapelle aus.

erste-uniform-1935Aufgrund der politischen Veränderungen muss 1935 ein Musikverein gegründet werden, dem sich auch die Kameradschaft und die Freiwillige Feuerwehr Hager-Hochfeld sowie die Freiwillige Feuerwehr Irrsdorf anschließt. Durch die rege Vereinstätigkeit gibt es zahlreiche Ausrückungen wie auch Gartenfest, Bälle, Hochzeiten und Unterhaltungskonzerte.

Mit Kriegsbeginn müssen viele Musiker einrücken, so auch der Gründer Josef Scheinast, welcher zur Militärmusik Kärnten eingezogen wird. Die letzte Ausrückung der Musikkapelle erfolgt 1940 bei einem Ball in Irrsdorf.

Nach Kriegsende 1945 bis 1969

Im Winter 1945/46 beginnt Josef Scheinast wieder zu proben, bringt aber nur mehr 7 Mann zusammen. Beim Fronleichnamsfest 1946 rückt die Musikkapelle mit 3 Aushilfen aus Pöndorf bereits wieder aus, auch junge Musiker kommen schon zum Einsatz.gruppenfoto-1959

Bei der Fahnenweihe der Feuerwehr in Jagdhub 1959 rückt die Musikkapelle aber bereits wieder mit 18 Mann aus. Anton Lixl, der seit der Gründung bei der Musikkapelle mitspielt, übersiedelt nach dem Krieg nach Strasswalchen, wo er ab 1947 bei der Musikkapelle Strasswalchen unter anderem als Kapellmeister tätig ist.

1956 legt der Gründer, Josef Scheinast sein Amt als Kapellmeister, Schriftführer, Kassier und Organisator nieder. Seine Nachfolge übernimmt Alois Brodinger aus Eck. Kassier und Schriftführer wird Johann Lenzenweger. Es werden wieder Bälle veranstaltet, Platzkonzerte durchgeführt, es folgen Teilnahmen bei Wertungsspielen und es wird zu Heimatabenden aufgespielt.

Im Jahr 1958 erfolgt die erste Einkleidung in Tracht und 1961 wird als Abschluss der Neuinstrumentierung ein Musikfest mit Festgottesdienst und Instrumentenweihe durchgeführt, bei dem 20 Gastkapellen gezählt werden . Die finanziellen Mitteln dazu kommen zum Teil aus Subventionen der Gemeinde, aus Spenden der Bevölkerung, aber zum Großteil aus Einspielungen durch die Musikkapelle selbst.

Wegen der Vergrößerung der Kapelle werden die Proben ab 1967 im Gasthaus Vitzthum in Schwand abgehalten. Neuer Obmann wird Rudolf Six aus Pöndorf. Ab 1968 wird zur Jahreswende das traditionelle Glöckler- und Neujahranblasen eingeführt.

1970 bis Bestandjubiläum 1984

Ab 1969 wird Johann Lenzenweger Obmann der Musikkapelle. Unter seiner Führung erfolgt 1970 die zweite Einkleidung in Tracht. Es rücken auch erstmals Musikantinnen mit der Kapelle aus. Ab dem Jahr 1971 wird von der Gemeinde ein Probenraum in der Volksschule in Irrsdorf zur Verfügung gestellt.

Mit dem Kapellmeisterwechsel 1972 erhält die Musikkapelle mit Josef Zyka einem ehemaligen Berufsmusiker aus der ehemaligen CSSR zum Dirigenten. Er schenkt der Musik etwa 100 original böhmische Märsche, Polkas und Walzerstücke, die in weiterer Folge das Repertoire der Hochfelder bestimmen. Bei der Unterhaltungsmusik werden ab 1976 auch Sängerinnen eingesetzt.

1979 übernimmt Paul Loibichler den Dirigentenstab und 1986 folgt Fritz Schinagl als Obmann Johann Lenzenweger nach. Es wird gezielt die Nachwuchsarbeit im Rahmen der Salzburger Musikschule gefördert. Der Schwerpunkt Unterhaltungsmusik mit Gesang wird weiter intensiviert.

1981 wird der erste Tonträger unter dem Titel "Die Hochfelder laden ein" aufgenommen, weiters erfolgt eine Rundfunkaufnahme im ORF-Landesstudio Salzburg. 1982 nimmt die Musikkapelle am Bundesmusikfest in Wien teil.

Ab 1983 kommen bei den Unterhaltungsstücken erstmals Tamara Lugstein und Franz Eitzinger zum Einsatz, da die Geschwister Klampfer aus Neumarkt ausgeschieden sind. Im Jahre 1984 wird ein Radiofrühschoppen mit der Musikkapelle Hochfeld in Strasswalchen aufgezeichnet und in der Kirche in Irrsdorf wird als Abschluss der Neuinstrumentierung eine Instrumentenweihe, mit anschließendem Konzert, durchgeführt.

Am 1. Mai 1984 erfolgt die Fahrt gemeinsam mit den Strasswalchner Vereinen nach Wien, wo ein von der Marktgemeinde gespendeter Maibaum am Rathausplatz aufgestellt wird.

Vom 13. bis 15. Juli wird das 60-jährige Bestandsjubiläum verbunden mit dem 14. Bezirksmusikfest gefeiert. Dazu erfolgt eine Neueinkleidung, die finanziellen Mitteln dazu werden durch Spenden, Unterstützungen von Land und Gemeinde und Eigenmitteln aufgebracht. Ein weiterer Höhepunkt im Jubeljahr 1984 ist die Teilnahme an den Rasteder Musiktagen in Norddeutschland, wo man bei den teilgenommenen Wertungen ausgezeichnete Erfolge erreicht. Ebenso kann in diesem Jahr der im Keller des neuerrichteten Kindergartens in Irrsdorf untergebrachte Probenraum bezogen werden.

Von 1985 bis 1999

1985 wird zum zweiten Mal mit großem Anklang ein Konzert in der Kirche in Irrsdorf veranstaltet und unter dem neuen Stabführer Paul Loibichler erreicht die Musikkapelle bei der Marschmusikwertung in Seekirchen einen ausgezeichneten Erfolg. Anläßlich eines offiziellen Festaktes erfolgt die Einweihung des neuen Probelokales im neuerrichteten Kindergarten in Irrsdorf.

1986 feiert die Musikkapelle Strasswalchen ihr 120-jähriges Bestehen, in Irrsdorf feiern die Leonhardischützen ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum und die Musikkapelle Hochfeld trägt ihren musikalischen Beitrag dazu bei. Mit Jahresende 1986 legt Fritz Schinagl sein Amt als Obmann nach erfolgreicher Tätigkeit zurück, sein Nachfolger wird Johann Mayrhauser. 1987 wird die zweite Langspielplatte mit dem Titel "Hallo Freunde, nun sind wir da", mit einem bunten Programmquerschnitt der Musikkapelle Hochfeld, aufgenommen.

Zum Jahreswechsel 1988/89 übernimmt Franz Eitzinger die musikalische Leitung der Kapelle, es wird wieder verstärkt um musikalischen Nachwuchs geworben. Das schon traditionelle Konzert in der Kirche und die Unterhaltungsmusik mit Gesang wird mit gleichem Erfolg weitergeführt.

Beim Frühlingskonzert 1991 spielt Anton Lixl, einer der Gründer der Musikkapelle, 81-jährig beim Stück "Gschichten aus dem Wienerwald" mit der Zither mit. Bei den Gesangsstücken kommt ab Herbst 1991 Michaela Weninger neben Alois Pillichshammer, der schon seit 1986 bei der Musikkapelle mitwirkt, zum Einsatz.

1993 begeht die Volksschule Hochfeld ihre 100-Jahrfeier und 1994 wird das Fest zur Fahnenweihe der Kameradschaft Hager-Hochfeld begangen, zu dem seit der Gründung eine enge Beziehung besteht.

Nach intensiven Proben wird im Herbst 1995 der dritte Tonträger mit dem Titel "Musi mit Herz", diesmal als CD, eingespielt. Ab 1996 übernimmt Johann Empfelseder die musikalische Leitung der Musikkapelle.

Im Jänner 1996 verstirbt Josef Scheinast, der Gründer 93-jährig, seine Musikkapelle gibt ihm das letzte Geleit und spielt das Requiem in der Kirche in Strasswalchen. Den Höhepunkt im Vereinsjahr 1996 bildet die 16-tägige Konzertreise nach Chicago in den USA, wo zu verschiedenen Anläßen aufgespielt wird.

Ab 1997 wird das Frühlingskonzert mit großem Erfolg im Saal des Gasthauses Schinwald abgehalten und beim Irrsdorfer Dorffest dieses Jahres wird die Blaskapelle aus Siegendorf im Burgenland begrüßt, zu der im Juli 1998 ein Gegenbesuch erfolgt.

Beim Fernsehfrühschoppen im März 1999 anläßlich des 1200-Jahr-Jubiläums der Marktgemeinde Strasswalchen ist auch die Musikkapelle Hochfeld als Mitwirkende vertreten. Ende April wird in Strasswalchen Anton Lixl das letzte Geleit gegeben, mit ihm verliert die Musikkapelle Hochfeld das letzte Gründungsmitglied. Von 2. bis 4 Juli 1999 wird anläßlich des 75-jährigen Gründungsjubiläums ein 3-tägiges Fest abgehalten.

2000 bis heute

2000 legen Johann Mayrhauser, nach 14 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Obmann und Johann Empfelseder als Kapellmeister ihre Ämter nieder. Als Nachfolger folgen als Obmann Johann Antfellner und als Kapellmeister Johann Mayerhofer. Johann Mayerhofer musste aber aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen, darauf hin übernahm Josef Voraberger die musikalische Leitung der Trachtenmusikkapelle.

Im Juli 2009 wurde mit dem Bau des neuen Probelokals begonnen. Dieses befindet sich unter der neuen Turnhalle der Volksschule Irrsdorf. Bestehend aus einem Hauptproberaum, einem Gruppenproberaum, einem Einzelproberaum und einem Aufenthaltsraum. Im Oktober 2010 wurde das Probelokal offiziell eröffnet.

Im Rahmen der Music Austria - Messe vertrat die TMK am 14.10.2018 das Bundesland Salzburg bei der Bundeskonzertwertung der Leistungsstufe B des ÖBV. Unter der Leitung von Kapellmeister Christian Eitzinger erreichte die Trachtenmusikkapelle 95,20 Punkte und entschied den Bewerb als erste Salzburger Musikkapelle für sich.